Samstag, 4. Juni 2011

{Rezension} Markus Zusak - "Die Bücherdiebin"



Link zu Amazon

Taschenbuch: 608 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag; Auflage: Taschenbuchausgabe, 1. Auflage, (7. September 2009)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442373956
ISBN-13: 978-3442373956
Originaltitel: The Book Thief
 Preis: 9,95€

Kurzbeschreibung (laut Amazon):

Selbst der Tod hat ein Herz …

1939, Nazideutschland. Liesel lebt bei Pflegeeltern in der Himmelstraße in Molching. Sie sieht die Juden nach Dachau ziehen. Sie erlebt die Bombennächte über München. Und überlebt: weil der Tod sie in sein Herz geschlossen hat. Sie – und die Menschen aus der Himmelstraße.

Molching bei München. Hans und Rosa Hubermann nehmen die kleine Liesel Meminger bei sich auf – für eine bescheidene Beihilfe, die ihnen die ersten Kriegsjahre kaum erträglicher macht. Für Liesel jedoch bricht eine Zeit voller Hoffnung, voll schieren Glücks an – in dem Augenblick, als sie zu stehlen beginnt. Anfangs ist es nur ein Buch, das im Schnee liegen geblieben ist. Dann eines, das sie aus dem Feuer rettet.

Eine Diebin zu beherbergen, wäre halb so wild, sind die Zeiten doch ohnehin barbarischer denn je. Doch eines Tages betritt ein jüdischer Faustkämpfer die Küche der Hubermanns …

»Die Bücherdiebin« erzählt von kleinen Freuden, großen Tragödien und der gewaltigen Macht der Worte. Eine der dunkelsten und doch charmantesten Stimmen und eine der nachhaltigsten Geschichten, die in jüngster Zeit zu vernehmen waren.

Meine Meinung:

Die Geschichte handelt von dem kleinen Mädchen Liesel. Ihre Mutter ist mit ihr und ihrem Bruder auf dem Weg in Richtung München, um die Beiden bei einer Pflegefamilie unterzubringen. Ihr Bruder verstirbt bei der Zugfahrt, der Tod holt ihn ab. Die Geschichte wird auch von dem Tod erzählt.

Bei der Bestattung ihres Bruders, verliert der Totengräber ein Buch. Ihr erster Diebstahl und ihr erstes Buch, denn sie steckt es schnell und heimlich ein.
Als sie in der Himmelstraße vor dem Hause Hubermann halten, möchte Liesel nicht aussteigen. Rosa Hubermann, die unfreundliche Hausherrin, ist sie von Anfang an unsympathisch. Doch Liesel wird dort leben müssen. Hans Hubermann hat im Haus nicht viel zu sagen, doch dieser wächst der Kleinen schnell ans Herz. Ihr "Papa" übt mit ihr nachts das Lesen, er schläft in ihrem Zimmer, weil Liesel von Albträumen geplagt wird. Das Verhältnis der Beiden ist super.

In ihrer Freizeit spielt Liesel mit den Jungs der Himmelstraße, unter anderem ihrem besten Freund Rudi Steiner, Fußball.

Von Rosa werden ihr Aufgaben auferlegt. So muss sie beispielsweise immer Wäsche "von den Reichen" abholen, die Rosa wäscht und bügelt. Ihr kleiner Nebenverdienst.

Zum Geburtstag des Führers findet in Molching ein Fest statt, Bücher der Juden werden verbrannt. Als das Fest sich dem Ende nähert, entdeckt Liesel unter dem Haufen Asche, der beräumt wird ein Buch. Sie stiebitzt es. Doch sie wird beobachtet. Von der Frau des Bürgermeisters, einer Kundin ihrer "Mama".

Als sie dann das nächste Mal die Wäsche von dem Bürgermeister holt, lädt sie die Hausherrin, die psychisch sehr angeschlagen ist, zum Lesen in der Bibliothek ein. So etwas tolles hat Liesel noch nie gesehen, so viele tolle Bücher. So wird es zur Gewohnheit, dass sie bei jedem Besuch einige Seiten lesen kann.

Die Zeiten werden schlechter, das Essen ist knapp. Sie geht mit den Jungs einige Male Obst stehlen - mit dabei ihr Kumpel Rudi.

Schließlich taucht eines Tages Max Vandenburg auf. Ein Jude. Sein Vater hat Hans Hubermann im Ersten Weltkrieg das Leben gerettet. Die Familie fühlt sich schuldig. Aber es ist gefährlich in Nazideutschland einen Juden zu verstecken. Trotz allem nehmen sie die Gefahr auf sich. Max wird im Keller untergebracht, nur in kalten Winternächten darf er nach oben ins Wohnzimmer kommen. Mit ihm schließt Liesel schnell Freundschaft.

Als sie eines Tages wieder zum Bürgermeister kommt, der schließlich nur noch der einzige Kunde von Rosa ist, kündigen auch diese. Das bedeutet für Liesel nicht nur den Verlust des Auftrags, sondern auch ihre Lesestunden werden gestrichen. Zum Abschied möchte ihr die Bürgermeistersfrau ein Buch schenken, doch Liesel lehnt ab. Sie ist so sauer, so enttäuscht.

Doch einige Tage später nutzt sie die Gepflogenheiten der Bürgermeisterfamilie und stiebitzt sich das Buch...

Ich möchte auch hier nicht zu viel von dem Buch verraten.

Fazit:

Es ist schon ungewöhnlich, ein Buch zu lesen, wo der Erzähler der Tod ist. Aber gerade das macht das Buch an einigen Stellen auch noch zusätzlich reizvoll.

Alles in allem: Ein tolles Buch, eine tolle Story!

Kommentare:

  1. Hi,
    ich hatte die Bücherdiebin als Hörbuch gehört und bin bis heute noch beeindruckt. Es war eins der seltenen Bücher, die einem noch monatelang in Erinnerung bleiben. Eine grandiose Story die bedrückend und fesselnd zugleich war.
    Für mich eins meiner Bücher Highlights, welches ich mir noch als Buch holen möchte um es ins Regal zu stellen.
    LG ELa

    AntwortenLöschen
  2. Danke für deinen Kommentar!
    Ja, genau so ist es. Du hast es echt gut auf den Punkt gebracht!

    AntwortenLöschen